Annette Wagemeyer, Gemeindereferentin, Ulrich Wigge, Oberst, Sabrina Steffens als St. Martin, Anna Mönnikes und Sigrid Tewes von der Katholischen Kindertageseinrichtung St. Kilian (v.l.) bei der Übergabe der Geschenke.Lichtenau. Das im Jahr der Pandemie vieles anders ist, hindert Menschen nicht daran, lieb gewordene Traditionen zu begehen. So ließen sich die Organisatoren des St. Martinszug in Lichtenau eine Überraschung für die insgesamt 140 Kinder der beiden Kindertagesstätten einfallen, um so den ausgefallenen Umzug etwas ab zu lindern.

Engagierte Pfarrgemeindemitglieder hatten die Idee, den Kindern eine Martinstüte zu schenken. Der Inhalt der Tüten besteht aus einem Ausstechförmchen, einer Postkarte, einer Anleitung für einen Gottesdienst zu Hause und einem Klebebild von Charlie und Frieda. Die beiden Figuren kennen viele Kinder von Instagram, da die Beiden hier ihre Erlebnisse im Pastoralen Raum teilen.

Neben den Tüten erhielten die Kinder aber auch den begehrten Stutenkerl, der normalerweise nach dem Martinsumzug vom Heimatschutzverein ausgegeben wird.

"Der Umzug ist auch für unseren Verein immer etwas Besonderes und auch uns ist es schwer gefallen, die Veranstaltung aufgrund der aktuellen Lage absagen zu müssen. Aber die Kinder sollten wenigstens die Stutenkerle bekommen", erzählt Ulrich Wigge, Oberst des Heimatschutzvereins. Der Verein spendete in diesem Jahr das Gebäck.

"Es stehen noch einige Tütchen zur Abholung in der Pfarrkirche bereit. Ich finde, die liebevoll vorbereiteten Tüten und die leckeren Martinswecken vom Schützenverein eine richtig tolle Aktion für die Familien in Lichtenau", sagt Annette Wagemeyer, Gemeindereferentin im Pastoralen Raum Wünnenberg-Lichtenau.

Übergeben wurden die Geschenke vom St. Martin persönlich, so dass die Kinder wenigstens von weitem einen Blick auf ihn werfen konnten.

Text: Anja Ebner
Foto: Heimatschutzverein Lichtenau 1663 e.V.