Foto von links nach rechts sind: Elisabeth Selzener, Christel Schäfer, Wiebke Klüppel (Pflegedienstleitung Aatalklinik), UrsulaThebille, Chefarzt Dr. Rüdiger Buschfort, Frauke Haaks (Verwaltungsleitung Aatalklinik), Christiane Wolf (Geschäftsführung St. Antonius Pflegestation), Konrad Jonas, Annette Wagemeyer (Klinikseelsorgerin), Marlies Veith.Es gibt nichts Schöneres als Menschen, die einander Mut machen und Wertschätzung entgegenbringen. Diese äußerst angenehme Erfahrung machten in den Ostertagen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Aatalklinik Wünnenberg, die zum Osterfest einen süßen Gruß als Zeichen der Solidarität von den ehrenamtlich Engagierten im Besuchsdienst, im Sonntagsdienst und der Seelsorge erhielten.

Diese ehrenamtlichen Dienste sind aufgrund der Coronapandemie und zum Schutz der Engagierten derzeit noch ausgesetzt. Dennoch besteht eine starke Verbundenheit zwischen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Engagierten. Diese Verbundenheit hat sich aufgrund der langjährig erprobten Zusammenarbeit entwickelt, aber auch durch die wertvolle Unterstützung, die die Engagierten für den Dienst mit und am Menschen in der Aatalklinik leisten. Wenn auch weiterhin mit dem ehrenamtlichen Einsatz gewartet werden muss, ist den Engagierten doch schmerzlich bewusst, wie sehr ihr ehrenamtlicher Dienst in der Aatalklinik vermisst wird. Schließlich haben die meisten Patientinnen und Patienten eine weite Anreise und Angehörige können nicht so schnell zur Stelle sein, um bei den alltäglichen Sorgen und Nöten zu unterstützen. So ist der ehrenamtliche Dienst eine große Bereicherung in der Aatalklinik und Interessierte werden gern in den verschiedenen Diensten eingeführt. Den Kontakt zu den ehrenamtlich Engagierten hält die Klinikseelsorgerin Annette Wagemeyer, die auch den Anstoß für diese Solidaritätsaktion gegeben hatte.

Denn durch die berechtigte Kritik des Betriebsratsvorsitzenden Josef Renneke an der Presse und deren aufbauschende Weise der Berichterstattung ergaben sich für die Klinikseelsorgerin viele Gespräche, die auf den Wunsch nach einem Zeichen der Solidarität mit dem Personal in der Aatalklinik deuteten. Die Engagierten können durchaus nachempfinden, dass die generell sehr anspruchsvolle und harte Arbeit mit dem zum Teil schwerstbetroffenen neurologisch Erkrankten durch die Einhaltung eines mit dem Gesundheitsamt eng abgesteckten Hygienekonzeptes für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr belastend sein muss. Ihnen ist bewusst, dass eine Anerkennung der anstrengenden pflegerischen und therapeutischen Arbeit in unserer Gesellschaft immer noch fehlt.

Den ehrenamtlich Engagierten und der Seelsorgerin war es deshalb wichtig, den Mitarbeitenden in der Aatalklinik ein kleines Zeichen der Anerkennung und Solidarität durch eine christlich-geprägte Geste zu schenken. Im Kreise der Engagierten, dem sogenannten Seelsorgeteam, wurden dann Ideen ausgetauscht und überlegt, gepackt und Geld gesammelt, so dass jede und jeder etwas beisteuern konnte. Wo sich solche „Herzensdinge“ ereignen, entsteht doch immer etwas Segensreiches!

Foto: Brigitta Wieskotten