Für seine Verdienste der letzten 30 Jahre hat Franz Leifeld aus der Pfarrei St. Kilian Lichtenau den päpstlichen Orden Pro Ecclesia et Pontifice erhalten.

Unter großer Anteilnahme der gesamten Pfarrei und vieler Verwandte und Freunde hat Pfarrer Wördehoff ihm im Anschluss an die heilige Messe am Sonntag, den 6. Oktober 2013 diesen Orden verliehen.

Ausgehend von dem Evangelium "Jesu Besuch im Haus von Maria und Martha", in dem berichtet wird, dass Maria sich zu Jesus setzt und ihm zuhört, während Martha sich intensiv um die anfallenden Arbeiten kümmert, verwies Pfarrer Wördehoff in seiner Ansprache auf Parallelen zu unserem Gemeindeleben, in dem es ebenfalls die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder gibt, die erledigt werden müssen. Maria und Martha als Alternative für sein eigenes Handeln zu sehen, sei falsch, sagte Pfarrer Wördehoff.

Denn: Maria und Marta - beide Kräfte, beide Begabungen, beide Versuchungen liegen in uns: Das Tätige, Rastlose, Aktive sowie das Ruhige, Wartende, Erwartende und Sehnsüchtige.

Wörtlich sagte Pfarrer Wördehoff:

"Wenn ich vorhin davon gesprochen habe, dass jede Pfarre davon lebt, dass Viele vieles tun, dass die einen Hände sind und andere Füße, dass die einen Ohr sind und andere Mund, so kann ich von Ihnen, Herr Leifeld, sagen, dass Sie - um im Bild zu bleiben - sowohl Ohr, Hand, Mund und Füße gewesen sind. Über mehr als 30 Jahre haben sie sich bei uns in der Pfarrei engagiert. Sie waren im Pfarrgemeinderat, dann im Kirchenvorstand, um ihn in den letzen Jahren als stellvertretenden Vorsitzenden auch zu leiten.

Als die Neukonstruktion des Pastoralverbundes anstand und das Erzbistum die Geschäftsführer einführte, da waren sie bereit, diese Aufgabe zu übernehmen.

Seit 3 Jahren leite ich nun den Pastoralverbund und habe mitbekommen, was sie alles so leisten. Die Umgestaltung des Pfarrhauses zu einer Verwaltungseinheit haben sie wesentlich mitorganisiert.

Jeder, der schon einmal gebaut hat und das ohne einen Architekten durchführt, weiß, was das bedeutet. Sie waren der Ansprechpartner, der Motor, der Mitarbeiter. Sie haben auf diese Art und Weise der Pfarrei sehr viel Geld eingespart.

In den Kirchenvorstandsitzungen waren Sie - natürlich neben Frau Eichelmann - die Person mit der größten Sachkenntnis: Sei es Kindergarten, sei es Umbau, sei es die Pfarrkirche oder die Kapellengemeinden. Wenn jemand etwas nicht weiß, heißt es heute auch noch - selbst nach fast einem Jahr, in dem Sie nicht mehr im Kirchenvorstand sind: "Da muss ich mal eben Herrn Leifeld anrufen, der weiß das, der kann das, der macht das".

Wenn in der Kirche etwas kaputt ist, sagen die Küster: "Geht man schnell zu Herrn Leifeld, der soll man eben kommen.

Ihnen Herr Leifeld. möchte ich für Ihren Einsatz hiermit recht herzlich danken. ....

Ich sage hier einmal ganz deutlich, dass Sie in dieser Hinsicht ein Anhänger des Apostel Paulus sind: Denn, so wie ich Sie kennen gelernt habe, Sie machen das nicht, weil Sie in der Öffentlichkeit stehen wollen, sondern weil Sie einfach sehen, dass die Sache gemacht werden muss. Sie haben sich für die Arbeit der Marta entschieden, die ihre Arbeiten im Hintergrund geleistet hat. Dafür möchte ich Ihnen im Namen der ganzen Pfarrei recht herzlich danken."

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