Am Passionssonntag des Jahres 2013 fand mit dem Familienpilgerweg in Lichtenau ein Novum statt. Aufgrund des unbeständigen Wetters musste der Pilgerweg in die Pfarrkirche St. Kilian Lichtenau verlegt werden. Ursprünglich war geplant, dass gemeinsam von Holtheim nach Lichtenau gepilgert wurde. Nach einer kurzen Begrüßung von der Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates St. Alexander, Angela Wächter, aus Grundsteinheim, begab sich Schwester Sophia Brüning von den Schönstatt-Marienschwestern mit vielen Interessierten auf einen besonderen Weg. Die Anwesenden betrachteten mehrere Stationen aus Marias ereignisreichem Leben. Der Weg wurde nicht allein gegangen. Die Teilnehmer gingen miteinander, als Familie, als Gemeinde, als Kirche und mit dem neuen Heiligen Vater Franziskus.

Es folgt eine Schilderung der Eindrücke:

 

  • Es war ein AbenteuerWeg- mit vielen Überraschungen

  • Es war ein Wunder-barer Weg- Impulse, wo ich kleine und große Wunder erfahren konnte

  • Es war ein KreuzWeg- mit unebenen Wegstrecken, Gabelungen, beschwerlichen Wegabschnitten und Wegkreuzungen

  • Es war ein Segensweg-Wir gingen unter Gottes Segen und sollen Gottes Segen weiter tragen.

  • Am Anfang übergab Schwester Sophia einem 4-jährigen Jungen das Gnadenbild der Mutter Gottes, das uns zu allen Stationen begleitete. Im Eingangsbereich der Kirche bekamen wir Zettel, wo wir alle aufschreiben konnten, die wir in Gedanken mit auf unseren Weg nahmen. Nächste Station war der Marienaltar, wo ein kleines Mädchen die Aufgabe bekam, Teelichter an alle Anwesenden zu verteilen, die dort am Altar dann angezündet wurden. Es ging weiter zum Hauptaltar, vor dem ein Wasserkrug gestanden hat. Dort dankten wir für all die kleinen und großen Gaben, die wir im Leben bekamen - durch wichtige Menschen in unserem Leben: Eltern, Freunde, Wegbegleiter, aber auch Begebenheiten. Weiter führte uns der Weg zur Pieta, wo Jesus Lebens- und Leidensweg auch Marias Kreuzweg war. Anschaulich zeigte Schwester Sophia auch unsere Kreuzwege, z.B. Krankheit, Arbeitslosigkeit und schwere Enttäuschungen. Als Zeichen legten wir selbstgebundene Kreuze auf ein rotes Tuch bei dieser Station. Zum Schluss unseres Weges ging es zum Taufbecken im hinteren Teil der Kirche. Dort bekamen wir zusammenfassend den Impuls: Wer auf seinem Lebensweg die kleinen und großen Wunder sieht, wer vor Abenteuern nicht zurückschreckt und wer auch den Kreuzwegstationen nicht ausweicht, dessen Wege sind gesegnet und wird zum Segensweg für andere.

Im Anschluss fand beim gemütlichem Kaffetrinken im Pfarrheim ein reger Austausch statt. Allen Beteiligten war es eine neue und besondere Glaubenserfahrung, wo der Wunsch nach Wiederholung aufkam.

Auf der Internetseite der Katholischen Kirchengemeinde St. Alexander findet sich eine Bildergalerie von der Veranstaltung (hier klicken).

Text: Angela Wächter

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