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Am Sonntag, den 5. Februar feierten viele Besucherinnen und Besucher im Dalheimer Klostermuseum eine bewegende Lichtmessfeier. Zu diesem Gottesdienst zum Abschluss des Thementages "Maria Lichtmess" war wie in jedem Jahr der Eintritt frei.

Die Kirche feiert immer am 2. Februar das Fest „Darstellung des Herrn“, auch Lichtmesstag genannt. Dieses Fest gerät mehr und mehr in Vergessenheit, obwohl es gerade früher auf dem Land eine große Bedeutung hatte

, denn da konnten Knechte und Mägde ihre Stellung wechseln. Wollten sie nicht mehr bei ihrem Bauern bleiben, so bekamen sie an diesem Tag ihren Lohn und zogen auf einen anderen Hof. Schließlich galt der Lichtmesstag als Abschluss der Weihnachtszeit und zugleich der Winterruhe. Ab dem nächsten Tag begannen die Vorbereitungen für die Frühjahrssaat und die neuen Knechte und Mägde sollten daran schon mittun, um sich auf dem neuen Hof einzuarbeiten. Lichtmess war also der Tag des großen Wechsels, an dem die, die zu den unteren Schichten gehörten, frei ihren Willen kundtun konnten.

Anregung ist ihnen durch das gegeben worden, was an diesem Tag in der Kirche noch heute gefeiert wird. Schließlich wird in der Liturgie dieses Tages daran erinnert, dass Christus etwas in die Welt gebracht hat, was für die Menschheit erleuchtend sein müsste. Es wird besonders daran gedacht, dass nicht nur die Großen in unserer Welt bedeutend sind, sondern auch die, die nur das Opfer der Armen geben können - wie Maria und Josef beim Darbringen ihres Opfers im Tempel.

Lichtmess2017 IMG 1290Aus diesem Grund werden an diesem Tag Kerzen gesegnet und in einer feierlichen Prozession durch die dunkle Kirche getragen. Je mehr Gläubige an dieser Prozession teilnehmen, desto heller erleuchten die Kerzen die Kirche. Diese Symbolik wurde in einer Lichtfeier mit vielen Gläubigen im Kreuzgang und der großen Klosterkirche gefeiert, gestaltet von Pfarrer Josef Wördehoff, Gemeindereferentin Annette Wagemeyer und dem Chor „Sing und Swing“ aus Meerhof sowie Sängerinnen und Sängern aus dem Pastoralverbund Lichtenau. Die Chorleitung hatte in diesem Jahr der Chorleiter Herr Martin Wiepen.

Aus dem Pastoralverund Lichtenau waren insbesondere die Kommunionkinder 2017 mit ihren Familien herzlich eingeladen. Als besonderes Zeichen wurden in dieser Feier die Kommunionkerzen der Kinder gesegnet, selbstverständlich auch die mitgebrachten Kerzen aller Gläubigen. In der Lichtfeier wurde spürbar, dass Kerzen, die den dunklen Raum erleuchten und Wärme in den kalten Raum geben, diese Wirkung nur dadurch schaffen, dass sie sich langsam auflösen. So können die Kerzen auch für die einzelne, den einzelnen stehen. Denn nur da, wo ein Mensch nicht bei sich bleibt, sondern sich von der Liebesbotschaft Jesu anstecken lässt, da verzehrt sich sein Leben und er kann Licht und Wärme weiterschenken.

Fotos: Fotostudio Schopohl, Inhaberin Sonja Schopohl, Lange Straße 26, 33165 Lichtenau.
Die eingestellten Fotos sowie weitere können bestellt werden unter: http://fotostudio-schopohl.fotograf.de/

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