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Neubau für „Warenkorb Lichtenau“

Kooperationspartner nutzen Chance zum Helfen

Lichtenau 13. Februar 2012 (hv): „Nach vielen Sitzungen haben wir gesagt, wir machen das gemeinsam!“ erklärte Pastor Heinrich Friesen zur Entstehungsgeschichte „Warenkorb Lichtenau“ im Gemeindezentrum der Freien Christen-Gemeinde in Lichtenau. Gut 60 Interessierte sind zu der Informationsveranstaltung gekommen. Friesen teilte der Versammlung freudig mit, die Baugenehmigung für die geplanten neuen Räumlichkeiten für den Warenkorb vor wenigen Tagen erhalten zu haben.

Mit diesem Neubau auf dem Gelände der Freien Christengemeinde liebäugelte Pastor Heinrich Friesen schon länger. Finanziert werden soll das ganze durch Eigenleistungen, Spenden und durch den symbolischen Beitrag in Höhe von 2 Euro, der pro Korb erhoben wird. Mit dem 10x20 m großen, eingeschossigen Neubau ist dann genügend Platz für die Ausgabe und Lagerstelle der Lebensmittel.

Seit 2006 gibt es die Lichtenauer Tafel, die seit Mai 2010 in „Warenkorb Lichtenau“ umbenannt wurde und in den Anfängen privat über Familie Anna und Viktor Reimer sowie Familie Johann und Irene Klein aus Lichtenau ins Leben gerufen wurde. Sie haben ihre eigenen Räumlichkeiten in der Mühlenstraße zur Verfügung gestellt. Doch auch nach einer zusätzlichen Erweiterung und jetzt insgesamt 40 m² Platz ist es zu eng geworden.

Kooperationspartner des Warenkorbes sind neben der Freien Christen-Gemeinde der Caritas-Verband im Dekanat Büren e. V., die Caritaskonferenzen in Lichtenau, der Pastoralverbund Lichtenau und die Stadt.

Bürgermeister Dieter Merschjohann dankte allen Spendern und freiwilligen Helfern, die am Einsammeln von Lebensmitteln und deren Verteilung beteiligt sind, wie den fünf Fahrern, die die Waren von den Supermärkten und anderen Spendern abholen oder die 20 Frauen, die die abgeholten Lebensmittel sortieren und auf die Körbe verteilen. Somit könne man der Armut in Lichtenau ein bisschen entgegenwirken, erklärte er. Die Stadt Lichtenau selbst hat einen umfunktionierten Feuerwehr-Bulli zur Verfügung gestellt und zahlt die Versicherung und die Steuer dafür.

„Wenn so ein Angebot da ist, darf man es doch auch annehmen!“ betonte Ulf Werner vom Fachbereich Soziales dem interessierten Publikum, während er erklärte, dass die Zahl derjenigen, die Lebensmittel im Warenkorb erhalten könnten (384 Personen), enorm sei im Vergleich zu denen, die wirklich eine Berechtigung (183 Personen) hätten bzw. selbst aktiv abholten (50 Personen). Viele trauten sich einfach nicht, diese Form der Unterstützung anzunehmen.

Brigitte Badke vom Caritasverband im Dekanat Büren e. V. appellierte an die Zuhörer, doch andere Menschen mit geringem Einkommen auf den Warenkorb aufmerksam zu machen. Denn die Berechtigungskarte gelte z. B. auch für Frauen mit geringer Rente oder Familien mit geringem Einkommen.

Der Warenkorb Lichtenau in der Mühlenstraße 13 hat geöffnet montags 16-17 Uhr, mittwochs und freitags von 17-18 Uhr.

Unser Foto (1301) zeigt von links nach rechts: Stemmen das Projekt Warenkorb gemeinsam:

Bürgermeister Dieter Merschjohann, Frank Tröster von der Freien Christen-Gemeinde Lichtenau, Pastor Johannes Wiechers, Pastor Heinrich Friesen, Ulf Werner von der Stadt Lichtenau, Christiane Lehde von den Caritaskonferenzen in der Region Lichtenau und Geschäftsführer des Caritasverbandes im Dekanat Büren e. V. Christian Bambeck.

Text und Foto: Helga Kloppenburg

mit kleiner Änderung von Annette Wagemeyer: Begründern der Initiative sind die Familien Klein und Reimer aus Lichtenau.

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